Winterabend

Winterabend

Des Himmels schwarzes Halbrund sank

Wie sich ein Ascheneimerdeckel schließt.

Der Sonne letztes Farbenspiel ertrank.

Ein eis’ger Strom die Luft durchfließt.

Steinwände um dich, die Läden hak ein,

Lass Eis und die Schwärze von draußen nicht rein!

 

Heizkörper Warmluft  konvertiert.

Glühlampe schießt Photonen, quantet Licht!

Wie kommt es, dass dich drinnen trotzdem friert?

Schwarzes Gespinst den Kopf durchflicht.

Helligkeit, Wärme schafft Technik um dich,

und doch schreit das Kind in dir: „Heimat will ich!“

 

Nach Reife streben, lehrt man mich,

wann stellt sich diese aber endlich ein?

Ein reifer Mensch trägt Heimat mit in sich.

Ein Kind  darf man nicht lassen schrein!

Eia popeia, nun lach Kind in mir!

Was Eis? Und was Schwärze? `S gibt Tabak und Bier!

 

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© Friedrich Treber