Tresensteher

Tresensteher

Dort erlischt ein Kneipenlicht.

Wechsle mal die Straßenseiten!

Angenehme Menschen nicht

Bis zuletzt am Tresen stehen.

Was denn? Keiner grölt und lacht?

Schonend Andrer Schlafenszeiten,

sagt im Auseinandergehen

man sich leise gute Nacht.

 

Einer seitlich vor mir geht.

Überm nerzbewärmten Kragen

Grauhaar lang im Winde weht,

Borsalinohut darüber,

nur, wer es sich leisten kann,

wird  so teure Sachen tragen!

Bierdunst weht zu mir herüber.

Was  treibt um wohl diesen Mann?

 

Trunkenheit zeigt nicht sein Gang,

Schritt um Schritt wohl abgemessen.

Neuer Schuhe harten Klang

wirft zurück der Wände Spiegel

durch die lautsensible Nacht.

Leis’ klingt durch das Zögern dessen,

der hingeht, wo Schloß und Riegel,

 

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© Friedrich Treber