Schwanenlicht

Schwanenlicht

Durch Wasser, rätseltief und dumpf,

der Nebel drüber frißt den Tag,

sucht gierig fragend hast'ger Ruderschlag

ein Ufer, eine Stelle ohne Sumpf.

 

Und da, als bräch', wenn auch noch von sehr weit,

ein Sonnenstrahl sich einzeln Bahn,

zieht gleichen Weg's mit mir ein junger Schwan,

und unsre Wellen spielen ineinander kurze  Zeit.

 

Entwachsen seinem Frühlingsflaum nicht ganz,

hebt ihn schon jede Linie über das Gemeine.

Bald spiegeln seine Federn Sommers  Glanz.

 

Sein Sommer, wird es sein und nicht der Deine!

Beug dich und rud're, sahst du doch ein Licht!

Freu dich des Wegsterns, Stein ins Boot nimm nicht!

 

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© Friedrich Treber