Froh, daß ich dich habe

Froh, daß ich dich habe

Ach, seit du letztmals hingst am Munde mir,

Meerschaumgeborne, welche lange Zeit!

Auf meiner Zunge Wohlgeschmack aus dir

Läßt ahnen Hauch von Altersbitterkeit.

 

Doch glüht wie einst die innere Fülle,

wenn Lippen saugen steig, achtsam, treu.

Und zartes Rot färbt deine äußre Hülle,

Wo Zeit zersandete, blüht nun Schönheit  neu.

 

Aus alter Leidenschaft erwächst mir reifre Gabe.

Du gutes Pfeifchen, bin ich froh, daß ich dich habe!

 

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© Friedrich Treber