Statt einer Antwort

Warum? habt ihr gefragt, vertröstet hab ich euch,

und später gibt es doch die Wahrheit nie:

Denn,

was zwei Menschen auseinandertreibt,

läßt keine aussprechbare Wahrheit zu.

 

Nur eins noch, weil ich doch von euch

ein wenig auch verstanden werden möchte:

Ich schaue oft mir meine Hände an und denke,

wie hart sie starke Männer schlagen konnten,

wie viele schwere Lasten schon getragen,

gearbeitet, gebaut, Musik versucht, geschrieben.

 

Und dennoch weder stark noch einfühlsam genug gewesen,

um jenes Dach, das in der ersten Zeit ihr hart vermißtet,

zu halten über euren Köpfen.

 

So bleibt zu hoffen, daß ich mir verzeihe,

und euch der Schmerz lehrt, reife Menschen werden.

 

   
© Friedrich Treber