Nachsaison

Fordernder streicht schon das Mittelmeer

die sanfte Wölbung des Landes.

Milchige Streifen den Himmel durchzieh'n.

Blinzelnd vor Trägheit, die Sonne

heimtückisch ätzt immer noch.

 

Wind riffelt mit feiner Kelle den Sand,

betrügt die Haut, die in Kühle verbrennt.

Wenn in den Abend die Sonne dann fällt,

fressen die Schatten die Kraft ihr schon schnell

Wasser haucht Wärme spürbar dann aus.

 

Einziger Gast im Terrassencafe,

pullovergerüstet, wartet schon lang.

Ameisensommer hat Kellner vergrämt,

Trägheit ist nun ihre Rache.

 

   
© Friedrich Treber