Oase des Augenblicks

Oase des Augenblicks

Mondlicht, Schneespiegel

wirft es durch's Fenster.

An meiner Schulter

dein Gesicht:

 

Schutzstarre ledig,

Lichthauch von innen,

Schönheit, die Wachlauer

in dir versperrt.

Zufallskind Nähe

ließ es sie sickern?

 

Wohlig im Wärmebett

deines Körpers

seh' ich zwei Wege

bleiben in sich.

Weiß ohne Trauer:

Erwachen schon findet

beide im Rückzug

zum eigenen Pol.

 

Mehr, wie man sagt, ist

uns nicht gegeben.

Mehr wohl forderte

ich nicht, nicht du.

Mehr, wem wög' es so

schwer, es zu kaufen,

willig zu opfern von

Haben und Soll?

 

   
© Friedrich Treber