Stummer Schmerz

Stummer Schmerz

Schmerz, der nicht schreit,

jagt auf Gedanken,

Dohlen im Rauchfang

flatternd und schreiend,

Licht suchend hilflos.

Wolken aus Ruß.

Schwingen zerknicken,

furchen den Stein.

 

Manchmal doch gnädig

Phantasie

schüttelt den Schleier

traumgewoben.

Tropfen draus sinken,

lindernde Tränen,

fallen durch Schwärze,

sprühende Sterne,

werden in Federn

leuchtende Steine.

Nachtvögel, verzaubert

in sanftbunte Falter

gaukelnd im Halbdunkel

weben sie Märchen,

Weh, wenn die Flügel

Wahrheitsglut streifen!

 

   
© Friedrich Treber